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Das Weiterbildungsstudium – eine lohnende Investition

2. Februar 2017 • Allgemein, IT

Interview mit dem Preisträger des „Neu-Ulmer Hochschulpreises 2016 für das Weiterbildungsstudium“ Stefan Iffland

Stefan Iffland, Absolvent des Studiengangs „IT-Strategie und –Governance“ erhielt den 1.000 Euro dotierten „Neu-Ulmer Hochschulpreis 2016 für das Weiterbildungsstudium“ für seine herausragende Masterarbeit. Der Wirtschaftsinformatiker und IT-Projektkoordinator für Compliance and Lean-Management bei der Daimler AG beschäftigte sich in seiner Arbeit mit dem Thema „Influence of digitalization on car telematics“. Überreicht wurde der Preis von Dr. Jörg Munzig, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Hochschule Neu-Ulm. Lesen Sie das Interview mit dem Preisträger.

 

Herr Iffland, waren Sie überrascht, als Sie hörten Sie werden den „Neu-Ulmer Hochschulpreis 2016 für das Weiterbildungsstudium“ für Ihre herausragende Masterarbeit erhalten?

Ich war sehr überrascht. Frau Prof. Dr. Sylvia Schafmeister beglückwünschte mich via Mail zur bevorstehenden Auszeichnung im Rahmen der akademischen Feierstunde. Da ich bis zu diesem Tag weder im Rahmen von Vorlesungen noch anderen Hochschulveranstaltungen direkten Kontakt zu Frau Schafmeister, als strategische Leitung der Weiterbildung hatte, war der Überraschungsmoment gefühlt noch größer.

Wie sind Sie auf das Thema für Ihre Masterarbeit gekommen?

Ich hatte den Studiengang bewusst gewählt, um mich nicht einfach nur in der Fachlichkeit meines Erststudiums (Wirtschaftsinformatik) zu vertiefen. Deshalb war es mir immer wichtig auch Themen, in denen die Informationstechnik zwar eine Rolle spielt, aber nicht so vordergründig ist, näher zu betrachten. Als Mitarbeiter der Daimler AG und auf Grund meiner Affinität zum Automobil entstand schnell der Wunsch, sich in der Abschlussarbeit mit IT und dem Automobil auseinanderzusetzen. Irgendwann – zugegebener Maßen während einer Vorlesung – kam ich auf das Thema. Ich fragte mich, wie man die kurzen Entwicklungs- und Nutzungszeiten eines Smartphones auf die Welt der Automobile übertragen kann. Fahrzeuge sind ja bekanntlich sehr lange in Gebrauch und die Anzahl digitaler Assistenten nimmt ständig weiter zu. Und weil ein Smartphone an der Windschutzscheibe für meinen Geschmack hässlich ist, muss es doch ein Interesse an dieser bzw. ähnlichen Überlegungen geben. Überzeugt von meiner Idee habe ich mich dann an Kollegen aus dem oberen Management der Forschungs- und Entwicklungsabteilung gewandt. Als der „Sponsor“ meiner Arbeit gefunden war, haben wir das Thema entsprechend dem Schwerpunkt der Abteilung noch konkretisiert.

Gab es eine besonders lustige Begebenheit bzw. eine emotional bewegende Erfahrung in Ihrem Studium?

Die gesamten Vorlesungswochenenden waren –abgesehen von den Klausuren natürlich 😉 – immer eine Freude. Wir hatten stets etwas zum Lachen und grundsätzlich gute Stimmung, auch wenn die meisten direkt von der Arbeit in die Vorlesung kamen und das Wochenende vielleicht lieber anders gestaltet hätten. Ein Erlebnis, dass bei uns vielleicht besonders hängen geblieben ist, ist sicherlich die Studienreise nach Bengaluru.

Welche berufliche Position haben Sie derzeit inne und welches sind Ihre nächsten beruflichen Ziele?

Aktuell bin ich Projektleiter für die Implementierung eines SAP CRM Systems im Headquarter der Daimler AG. Im Rahmen des Projektes haben wir eine enge Zusammenarbeit mit Kollegen unserer indischen Tochtergesellschaft Mercedes-Benz Research & Development India Private Limited (MBRDI) aufgebaut. Seit kurzem arbeite ich an einem erweiterten Zusammenarbeitsmodell mit den indischen Kollegen, dass in der Lage sein soll, auch bei anderen Technologien und anderen Aufgabenstellungen zu unterstützen. Die weiteren beruflichen Ziele verrät XING und LinkedIn, wenn diese erreicht wurden 😉 .

Welchen Tipp würden Sie Weiterbildungsinteressierten für ihre Entscheidung zum Studium mit auf den Weg geben wollen?

Das nebenberufliche Studium ist eine nicht zu unterschätzende Unternehmung. Sie ist eine Belastung, nicht nur finanziell, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das persönliche Umfeld. Interessierte sollten sich mit den Studieninhalten auseinandersetzen. Wenn diese in Einklang mit den persönlichen Zukunftsplänen oder der aktuellen Beschäftigung sind, ist das MBA-Studium sehr wahrscheinlich eine gute Investition.

Sind Sie der Meinung, dass sich das berufsbegleitende Weiterbildungsstudium für Sie gelohnt hat bzw. dass das Studium der richtige Weg für Sie war?

Eine Weiterbildung lohnt sich meiner Meinung nach immer. Das trifft für kompakte Lehrgänge, wie auch ein Weiterbildungsstudium zu. Das Studium ist natürlich ungleich komplexer. Da gibt es sicherlich Inhalte, die ich persönlich weniger nützlich bewerte. Aber in Summe war das Studium eine lohnende Investition. Über die Teilnahme an Vorlesungen und die damit verbundenen Inhalte hinaus, erweitert man sein Netzwerk und stellt sich mit der Abschlussarbeit auch einer ausgesprochenen Belastungsprobe. Diese persönlichen Erfahrungswerte sind nicht zu unterschätzen.

Wenn Sie das Weiterbildungsstudium mit einem Sinnbild vergleichen sollten, wie würde ihre Beschreibung dazu aussehen?

Das ist eine schwere Frage. Ich sehe das Studium als Teil des Lebens, der Persönlichkeitsbildung und Fundament für die persönliche, wie berufliche Zukunft. Das kann man wohl am besten mit dem Bild eines Baumes verdeutlichen. Der Stamm verbildlicht die eigene Persönlichkeit, während die Äste und Blätter Wissen, Techniken und Erfahrungen repräsentieren. Das Studium wirkt hierbei in beide Bereiche. Der Stamm wird stärker und standhafter, während die vermittelten Inhalte den Wuchs der Äste und Blätter anregt. Und dann ist es wie beim Christbaumkauf zur Weihnachtszeit: der üppigste hat die bestens Chancen gekauft zu werden.

 

Lesen Sie hier mehr zur akademischen Feierstunde 2016. Diese Veranstaltung findet alljährlich im Juli statt. Durch Festreden, Urkunden- und Preisverleihungen sowie das schöne Ambiente der Feier am See ist dieser Event für jeden Studierenden ein krönender Abschluss der Weiterbildung.

 

 

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